Die Anbaugebiete

Die Anbaugebiete für Kaffee befinden sich im so genannten "Kaffeegürtel". Der Kaffeegürtel bezeichnet die Länder die in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien in einem Bereich von circa 23 Breitengraden nördlich und südlich des Äquators liegen. Hier und besonders in Höhenlagen sind die Bedingungen für die empfindliche und langsam wachsende Kaffeepflanze optimal: Das Zusammenspiel von Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Wind, Sonnenschein, Anbauhöhe und die Bodenbeschaffenheit bestimmen in ganz entscheidendem Maße das Wachstum, den Ernteertrag und die Qualität. Schon ein leichter Morgenfrost in Verbindung mit Wind kann die gesamte Ernte erheblich beeinträchtigen.
Die hier beschriebenen Bedingungen sind auf etwa 80 bis 90 Länder verteilt.
Der Name Hochlandkaffee kommt z. B. von der Sorte "Coffea Arabica", die nur in Höhen von 600 - 1800 Metern gedeihen kann. Sie erzeugt dadurch aber sehr hochwertige Kaffeebohnen mit feiner Säure und ausgeprägtem Aroma und macht ca. 70 % der Weltproduktion aus. Die restlichen 30 % entfallen auf die "Coffea Canephora", auch "Robusta" genannt.
Auf dem gesamten Globus verteilen sich ca. 15 Milliarden Kaffeebäume. Wenn diese natürlich wachsen würden, könnten sie eine Höhe von bis zu 18 Metern erreichen. Auf den Plantagen werden sie auf Strauchhöhe (immerhin noch bis zu 3 Metern) zurückgeschnitten, damit die Ernte einfacher wird. Eine Kaffeepflanze muss über vier Jahre großgezogen und geschützt werden, bevor sie die ersten Früchte trägt. In ihren ersten Jahren als früchtetragender Baum liefert die Pflanze die besten Ernteerträge. Sie hat eine Lebensdauer von etwa 25 Jahren, verbleibt im Produktionszyklus der Plantage aber nur rund 10 Jahre.
Die jährliche Erntemenge eines Strauches entspricht etwa einem Pfund Kaffee. Also statistisch etwa der Menge, die ein Durchschnittsbürger in einer Woche konsumiert. Um einen Sack Rohkaffee zu 60 Kilogramm zu füllen, müssen also rund 100 gut tragende Bäume abgeerntet werden.
Mehr Informationen zu den Herkunftsländern im einzelnen gibt es .
Die KaffeebohneDie Kaffeebohnen sind die Samen der Kirschen, die etwa ein Jahr lang am Kaffeebaum reifen. Sie haben keinen besonderen Geschmack, dieser entsteht erst mit dem Rösten der Bohnen.
Der Kaffeebaum hat lange, schmale, zumeist hängende Zweige mit lanzettartigen, festen, immergrünen Blättern. Die Blüten des Kaffeebaums sind strahlenförmig und blühen nur für wenige Stunden, sie duften stark nach Jasmin. Die Blütezeit des Baumes dauert dagegen mehrere Wochen oder Monate, so dass es vorkommt, dass ein Baum gleichzeitig reifende Früchte und Blüten trägt.
Die Früchte des Kaffeebaumes sind kirschähnliche, etwas eiförmige Beeren und enthalten in ihrem süßlichen Fruchtfleisch zwei Samen, die mit den flachen Seiten aneinander liegen, die Kaffeebohnen. Die Bohnen nehmen über ein Drittel der Kirsche ein, der Rest verteilt sich auf das Fruchtfleisch der Kirsche, die so genannte Pulpe oder Pulpa (39%), den „Fruchtschleim“ (17%) sowie die Pergament- und Silberhaut (1,7%).
Am Ursprung der Entwicklung von Kaffee steht die Pflanzengattung "Coffea". Aus ihr entwickelten sich die Sorten "Arabica" und "Robusta", die uns mit ihren Früchten den Genuss von Kaffee ermöglichen. Frische Kaffeebohnen haben eine gelblich grüne bis blaugrüne Farbe, die erst während der Reife zu einer dunkelroten Farbe wechselt. Daher auch der Name „Kaffeekirsche“. Die Samen enthalten erst nach dem Rösten etwa 1 - 2 % Koffein und 1 - 5 % Chlorogensäuren, die den Kaffeegenuss erst so anregend machen, auch die charakteristische braune Farbe entsteht erst durch das Rösten.