Mittelamerika
Costa Rica
Die Kaffees aus Costa Rica gehören sowohl geschmacklich als auch optisch (Kaffeepflanze) zu den qualitativ hochwertigsten Kaffees.
Auf den nährstoffreichen vulkanischen Böden wachsen die Pflanzen besonders gut, wobei die Höhenlage und die dort vorherrschenden kalten Nächte und das damit verbundene verlangsamte Wachstum das Aroma noch zusätzlich verbessern.
In Costa Rica werden ausschließlich
Arabica-Kaffees angebaut, der Anbau der
Robusta-Sorten ist dort gesetzlich verboten. Kaffee, der nicht den hohen Exportanforderungen entspricht, wird eingefärbt und an die Bevölkerung Costa Ricas verkauft. Die Hauptanbaugebiete sind San Jose, Santiago, Tarrazu, Tres Rios, Tres Nubes mit einer Anbauhöhe von 650-1600 m.
Guatemala
Nach einem starken Qualitätseinbruch durch mangelnde Sorgfalt bei der Ernte, gehören die Kaffees aus Guatemala wieder zu den Top 10 der Welt.
Der Kaffee wächst hauptsächlich im Süden des Landes im Gebiet der vulkanischen Berghänge der Sierra Marde und im Gebiet Antigua.
Es werden hier hauptsächlich SHB-Bohnen (strictly hard beans) der Sorte
Arabica angebaut. Als SHB-Bohnen gelten Kaffeebohnen, wenn sie in über 1500 m Höhe angebaut werden.
Guatemaltekischer Kaffee gilt als vollmundig und herzhaft-ausgewogen.
Honduras
Honduras gilt als wichtigster mittelamerikanischer Kaffeeerzeuger.
Der Kaffe aus Honduras hat einen sehr kräftigen Kaffeeduft und ein überraschend mildes Aroma, welches durch eine pikante Säure noch zusätzlich unterstützt wird. Honduras hat durch die tiefen Flusstäler vom höchsten Gipfel Cerro Las Minas (2865m) im zentralen Hochland bis hinunter zur Karibikküste im Norden die idealen geografischen Bedingungen für den Kaffeeanbau.
Wie in eigentlich allen Kaffeeländern, wird auch hier der Kaffee nach der Höhenlage, in der er gewachsen ist, bezeichnet:
Low Grown (auch "Buen Lavado" oder "Good Washed") 300-950 m ü. NN,
Standart (auch "De Menos Altura" oder "Prime") 950-1300 m ü. NN,
High Grown (auch "Estricta" oder "Strictly High Grown") in 1300-1500 m ü. NN.
Die Hauptanbaugebiete sind Santa Barbara, Copan, Comayagua, La Paz, El Paradiso und Intibuca.
Die Ernstzeit ist in Honduras von Oktober bis März, dabei liegt die produzierte Menge inzwischen bei ca. 1,8 Millionen Sack Kaffee pro Jahr, was im Vergleich mit anderen Kaffeeproduzenten ein sehr kleine Menge darstellt (ca. 2% der Welternte). Der Großteil der Ernte wird direkt in die USA und nach Deutschland verschifft.
Mexiko
Das viertgrößte Anbauland der Welt.
Die Anbauregion Chipas, unter anderem Tapanchula- und der Huixtla-Kaffee angebaut werden, liegt im Süden des Landes und gilt als die mit Abstand beste Anbauregion.
Der Geschmack des mexikanischen Hochlandkaffees ist mild, leicht würzig und dabei säurearm.
Im Jahre 1957 wurden von der Union Agricola de Cafetieros Cultures folgende Bezeichnungen der Anbauhöhen festgelegt:
600 bis 750 m ü. NN = "Buen Lavado"
825 bis 100 m ü. NN = "Prima Lavado"
1200 bis 1250 m ü. NN = "Altura"